Gesundheitskarte

NEU: ab 2016 Gesundheitskarte für alle!

Informationen des Sozialzentrums Kappeln:

Leistungen bei Krankheit

Derzeit erhalten Asylbewerber die Leistungen für die Krankenbehandlung, indem von meinen MitarbeiterInnen bei Bedarf ein Krankenschein ausgestellt wird. Einige Leistungen müssen die Asylbewerber im Einzelfall bei uns beantragen. Wir können über die Leistungen nur unter Beteiligung unseres Fachdienstes für Gesundheit entscheiden, weil es sich um medizinische Fragen handelt. Erst wenn die Stellungnahme des Fachdienstes Gesundheit vorliegt, können wir entscheiden.

Asylbewerber sollen ab 01.01.2016 eine elektronische Gesundheitskarte (eGK) von der AOK Nordwest bekommen. Der Anspruch auf die eGK beginnt gleichzeitig mit dem Tag an dem Leistungen nach den §§ 1, 1 a AsylblG beansprucht werden können. Die Anmeldung bei der Krankenkasse wird von uns vorgenommen. Wir brauchen hierfür lediglich von allen Asylbewerbern, die das 15. Lj. vollendet haben, ein Passfoto. Meine MitarbeiterInnen werden die Berechtigten bei der nächsten Auszahlung bzw. schriftlich bitten, ein Foto abzugeben.

Sollte ein Passfoto vorhanden sein, kann dieses genutzt werden. Muss ein Foto angefertigt werden, übernehmen wir die Kosten. Wir haben uns entschieden unseren Kunden hierfür einen Gutschein auszustellen. In Kappeln kann dieser Gutschein bei Foto Guth, Foto mit Herz und dem Fotostudio Wanders eingelöst werden. In Süderbrarup besteht auch die Möglichkeit Passfotos am Automaten anzufertigen. Bei Vorlage einer Quittung werden diese Kosten natürlich auch erstattet.

Die Gesundheitskarte wird den Berechtigten von der Krankenkasse per Post zugesandt. Hierfür ist es wichtig, dass der Postkasten entsprechend beschriftet ist. Wir mussten leider feststellen, dass Post oft nicht unter der bekannten Anschrift zugestellt werden kann. Ich möchte Sie bitten, hierauf zu achten.

Solange die Berechtigten die Gesundheitskarte noch nicht haben, stellen wir bei Bedarf einen Krankenschein aus. Im Einzelfall müssen Leistungen für Krankenbehandlungen bei uns beantragt werden.

Mit der eGK entscheidet dann der behandelnde Arzt über die Durchführung von Behandlungen. Folgende Leistungen sind aber nicht durch die eGK gedeckt und müssen im Einzelfall beim Sozialzentrum im Vorwege beantragt werden:

– Vorsorgekuren
– Reha-Maßnahmen
– Leistungen zu psychologischen Langzeit-Therapien
– Versorgung mit Zahnersatz inklusive Gewährleistung
– Haushaltshilfe nach den Regelungen des SGB V
– Künstliche Befruchtungen und Sterilisation
– Strukturierte Behandlungsmethoden bei chronischen Krankheiten
– Wahltarife nach § 53 SGB V, die von der Krankenkasse außerhalb der gesetzlichen Pflichtleistungen angeboten werden
– Leistungen im Ausland

Auch Kosten für Dolmetscher sind ausgenommen.

Gesundheitskarte für anerkannte Flüchtlinge

Das Sozialzentrum benachrichtigt die Krankenversicherung. Diese benötigt ein Foto. Dann bestellt die Krankenkasse die Gesundheitskarte. Die AOK in Kappeln bietet den Service an, selbst Fotos von den Versicherten für die Karte aufzunehmen.

 

Infos für Flüchtlinge und Helfer/innen

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