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Dürfen Asylbewerber einen Arzt / eine Ärztin aufsuchen?

Solange Sie keine Aufenthaltserlaubnis haben, müssen Flüchtlinge grundsätzlich vor einem Arztbesuch zu Ihrer zuständigen Behörde gehen und den Arztbesuch dort beantragen. Wenn sie das nicht machen, kann der Arzt sie nicht behandeln.

Der Krankenschein, den die Flüchtlinge dort erhalten, ist maximal ein Quartal gültig. Sie sollten einen Arzt innerhalb der Ortschaft aussuchen. Wenn sie in Ihrem Ort keinen Facharzt für ihr gesundheitliches Problem finden, dürfen sie einen Arzt in einem anderen Ort aufsuchen.

Nicht immer können Dolmetscher sie bei einem Arztbesuch begleiten. Wenn Sie an Ihrem neuen Wohnort angekommen sind und dort das erste Mal zu einem Arzt müssen, wäre es hilfreich, wenn Sie das Formular „Anamnesebogen“ in deutscher Sprache ausfüllen und zu einer Arztuntersuchung mitbringen.

Hier gibt es Anamnesebögen in vielen verschiedenen Sprachen

Flüchtlinge können zum Arzt gehen, wenn Sie eine akute Erkrankung oder starke Schmerzen haben. Sie werden auch geimpft, wenn die Impfung verpflichtend ist, und erhalten Vorsorgeuntersuchungen, die medizinisch notwendig sind. Schwangere Frauen werden betreut und erhalten alle nötigen Leistungen.

Zum Beispiel schreibt der Arzt Arznei-,  Verband- und Heilmittel auf. In diesen Fällen ist die Behandlung kostenlos. Medikamente, die in Deutschland verschreibungspflichtig sind, zum Beispiel Antibiotika, können sie nur mit Rezept in einer Apotheke kaufen.

Sind Asylbewerber krankenversichert?

Eine gesetzliche Krankenversicherung gibt es nicht. Die Ausländerbehörde erbringt die notwendigen Leistungen bei Krankheit, Schwangerschaft und Geburt.

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Mehr Informationen dazu hier


Unter dem Titel „Ärztliche Versorgung von Flüchtlingen“ hat die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein wichtige Informationen zusammengestellt.

Infos für Flüchtlinge und Helfer/innen

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