Vormundschaften

Vormundschaften für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge übernehmen:

Das Jugendamt im Kreis Schleswig-Flensburg sucht dringend Menschen, die sich bereit erklären eine Vormundschaft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge zu übernehmen.

Nähere Informationen erteilt:
Frau Völkert:
Tel.: 04621 – 481 22 852

Beim Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein gibt es einen sehr ausführlichen Ratgeber zur Vormundschaftsarbeit mit Flüchtlingen.
Da das Papier aus 2005 stammt, ist es vielleicht in einigen Details nicht mehr aktuell. Da es dennoch hilfreich sein kann, ist es hier verlinkt.

Mehr gute Informationen über Vormundschaften gibt es beim Vormundschaftsverein lifeline.

Erläuterungen des Landes Schleswig-Holstein zum Procedere der Vormundschaft:

Bevor das Familiengericht eine Vormundschaft einrichten kann, muss es feststellen, ob die elterliche Sorge ruht. Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge erhalten einen Vormund, wenn sie nicht unter elterlicher Sorge stehen, wenn die Eltern verstorben sind oder wenn die elterliche Sorge wegen eines tatsächlichen Hindernisses ruht. Ein tatsächliches Hindernis liegt z.B. vor, wenn die Personensorgeberechtigten im Ausland leben und kein Kontakt zu dem unbegleiteten minderjährigen Flüchtling besteht. Ein solches Hindernis besteht aber gegebenenfalls nicht, wenn die Eltern – wenn auch nur schwierig und aufwendig – telefonisch und postalisch zu erreichen sind. Das Familiengericht hört das Jugendamt und den minderjährigen Flüchtling an und wählt den Vormund aus. Der bestellte Vormund sorgt für die Person und das Vermögen und vertritt sein Mündel.

In der Praxis entscheidet das Familiengericht regelmäßig einheitlich über das Ruhen der elterlichen Sorge sowie die Bestellung eines Vormundes. Soweit das Jugendamt unverzüglich beim Familiengericht die Bestellung eines Vormundes oder Pflegers für einen unbegleiteten minderjährigen Flüchtling anregt, wird das Verfahren grundsätzlich vorrangig bearbeitet und dauert regelmäßig zwischen wenigen Tagen bis zu einem Monat. Im Einzelfall kann es aber auch länger dauern, z.B. wenn sich die Betroffenen zwischenzeitlich aus der Einrichtung, in der sie untergebracht sind, entfernt haben, meist mit dem Ziel der Weiterreise.

Infos für Flüchtlinge und Helfer/innen

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